Die Zukunft der Webkataloge

Nicht lange nach Einführung des World Wide Web gab es schon bald die ersten Suchmaschinen und eine Vielzahl an Webkatalogen. Dabei ist die heute marktführende Suchmaschine keineswegs die älteste ihrer Art, schon vor der Jahrtausendwende erfreuten sich kommerzielle und nicht-kommerzielle Suchangebote einer großen Beliebtheit. Webkatalge und Suchmaschinen gingen dabei unterschiedliche Wege: Die Suchmaschine bot dem Suchenden im Idealfalle nur ein einziges Eingabefeld in dem man ein oder mehrere Suchbegriffe eingeben konnte.

Der Webkatalog hingegen war redaktionell betreut und ordnete die Einträge nach Rubriken. In nicht wenigen Fällen entstand auf diesem Wege eine recht komplexe Hirarchie, der der viele hundert Rubriken strukturiert wurden. Die Stichwortsuche über die Suchmaschinen hat sich als der schnellere, einfachere und erfolgreichere Weg etabliert, im Internet zu suchen, doch auch heute haben Webkataloge weiterhin ihre Daseinsberechtigung. Natürlich hilft es dem Suchenden nur wenig, wenn er zwischen einhundert nahezu identischen Webkatalogen auswählen kann, in denen praktisch überall die selben Einträge mit den gleichen Eintragtexten zu finden sind.

Aber so manches Themenverzeichnis, dass sich einem bestimmten Schwerpunkt zugeschrieben hat, ist für die Recherche interessanter als die Stichwortsuche über die Suchmaschine. Hier lohnt sich auch der Eintrag in den Webkatalog, denn solche Verzeichnisse erreichen oft sehr viele Internet-Nutzer, die sich für den gesetzten Schwerpunkt interessieren. Neben der thematischen Focusierung gibt es auch andere Ansätze, Webkataloge wieder interessanter zu machen.

So gibt es zum Beispiel Portale, bei denen jeder Eintrag mit einem humorvollen Text beschrieben wird. Ein solch lustiger Webkatalog hebt sich erfrischend von anderen Angeboten ab und macht auch dann dem Leser Spaß, wenn er eigentlich nach einem ganz anderen Thema gesucht hat. Die Möglichkeiten, neue Ansätze für Webkataloge zu finden, hängt nicht nur von der Kreativität des Betreibers ab. Oft ist auch technische Finesse gefragt. Noch immer sind viele Standardscripts bei den Webkatalog-Angeboten im Umlauf und so ist es auch nicht verwunderlich, wenn sich ein Katalog dem anderen ähnelt, wie ein Ei dem anderen. Wer selbst eine Serversprache wie zum Beispiel php oder asp.net beherrscht, ist natürlich in der Lage, Angebote zu veröffentlichen, die sich in Vielerlei vom Standard unterscheiden.